Er war ja nicht mal deutsch, der Wald

Er war ja nicht mal deutsch, der WaldIn einer Kiste zwischen Kassetten mit Gutenachtgeschichten, aufgenommenen von seinem deutschen Großvater, findet der Schauspieler Soheil Emanuel Boroumand ein unbekanntes Tonband mit der Aufschrift „Russland“. Auf diesem sind die Erinnerungen des Großvaters an den Zweiten Weltkrieg zu hören. Erinnerungen, die er nie mit seiner

Familie teilte. Auf der Kassette erzählt er sie mehrmals im selben Wortlaut. Die Wiederholungen gleichen einer Selbstvergewisserung und kreisen wieder und wieder um die Frage nach der eigenen Verantwortung und Schuld im Kontext des Genozids an den Juden.

Tonbandaufnahmen und persönliche Erinnerungen des Schauspielers an den liebevollen, gleichzeitig kühlen und distanzierten Großvater ergeben die Grundlage des Stücks. Es untersucht die Nachwirkungen der traumatischen Verbrechen des NS-Regimes auf die dritte Generation, ebenso wie die bis heute aktuelle Frage der Schuld vermeintlich passiver Mitläufer.

Soheil Emanuel Boroumand ist freischaffender Schauspieler, Mitgründer des [naɪ̯n] theaterCoLaborativs Leipzig und ist seit der Spielzeit 2016/2017 als Gast am Hessischen Staatstheater Wiesbaden engagiert.

Text & Spiel: Soheil Emanuel Boroumand
Video: Judith Meister
Bühnenbild & Ausstattung: Markus Braun
Konzept: Soheil Emanuel Boroumand, Sebastian Thiers, Christian Udo Eichner
Dramaturgie: Christian Udo Eichner, Kyra Sell
Grafik: Jenny Fitz
Presse: Kyra Sell

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Leipzig, die Leipzigstiftung und den Aktionsfonds im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie „Leipzig. Ort der Vielfalt“ der Stadt Leipzig im Rahmen des Förderprogramms des Bundes „Demokratie leben!“

Logos Förderung

Vorstellungen

Premiere

Fr / 20 Okt 2017 / 20:00 Uhr Karten

Weitere Vorstellungen

  • Mi / 8 Nov 2017 / 20:00 Uhr Karten
  • Di / 28 Nov 2017 / 20:00 Uhr Karten
  • Mi / 29 Nov 2017 / 20:00 Uhr Karten
  • Do / 30 Nov 2017 / 20:00 Uhr Karten

 

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